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Kirchenmusiker sollen lieber klotzen statt kleckern

Die Verantwortlichen in der Kirche vernachlässigen ihre einfachen "Handwerkszeuge" wie etwa die Kirchenmusik, findet Albrecht von Croy. Er warnt vor Lieblosigkeit und Routine – und sieht in der Musik eine große Anziehungskraft auf Kirchenferne. 

 

Es war nur eine kleine Meldung, die trotz des nachrichtenarmen Sommerlochs unterzugehen droht. So sei ihr hier nochmal ein kleines Aufmerksamkeitszeichen gesetzt: Der künftige Regensburger Domkapellmeister und Leiter der weltbekannten Domspatzen, Christian Heiß (52), sieht in der Kirchenmusik "nach wie vor eine der ganz großen Chancen für die Kirche". Ja, werden jetzt viele denken, das ist seines Amtes, was soll er denn sonst sagen? 

Er könnte zum Beispiel "sonst" sagen, dass die Gestaltung der Eucharistie durch eine gelungene Kirchenmusik eine andere, weil vielleicht mystische Anziehungskraft auf Menschen ausübt, die sich sonst nicht in eine Kirche "verirren" (und um was kann es in diesen Zeiten mehr gehen als genau diese Menschen zu erreichen?). Er könnte "sonst" sagen, dass es ja einen Grund haben muss, dass Gemeinden, die immer wieder mit großer Kirchenmusik aufwarten, sich über Teilnahme an ihren Messen nicht beklagen können. Und nein: Es sind eben nicht nur die "Alten", die es gerne schön klassisch haben, sondern die Orchester- und Chor-Gottesdienste sind auch und gerade eine Attraktion für jüngere Menschen. Alles zu seiner Zeit, passend zum Anlass, modern oder klassisch, aber im Zweifel lieber geklotzt als gekleckert. 

Es gehört zu den Unverständlichkeiten dieser Zeit, dass die Verantwortlichen in der katholischen Kirche mit ihren "Handwerkszeugen" nicht mehr umgehen können. Es mag ja da und dort der Ehrgeiz von Organisten und Kirchenmusikern sein, in ihrer Karriere das ganze Gotteslob einmal rauf und runter gesungen und vorher mit den irritierten Gläubigen zu diesem Behufe manch dünnes Liedchen auch noch eingeübt zu haben. Aber hat sich einer von ihnen mal vom Organisten-Hocker herab bemüht, um wahrzunehmen, dass so was auch etwas Trostloses haben kann? Trostlosigkeit in einem Gottesdienst? Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Wirkung haben. Kirchenmusik ist "nach wie vor eine der ganz großen Chancen für die Kirche".

 

Von Albrecht von Croy | Bonn - 13.08.2019  

Der Autor Albrecht von Croy ist Mitherausgeber von "theo – das katholische Magazin".

Quelle: katholisch.de

Polnischer Konzertorganist an der Klais-Orgel in der St.-Martinus-Kirche
Dr. Michał Markuszewski gastiert in Olpe

Olpe. Der polnische Konzert-Organist Dr. Michał Markuszewski gestaltet am Sonntag, 1. September 2019, um 17.00 Uhr ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Martinus in Olpe.

"Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!" Dieser Satz ist einer der bekanntesten der deutschen Geschichte. Gesprochen wurde er von Adolf Hitler im Berliner Reichstag am Vormittag des 1. September 1939. Der Tag gilt heute als Beginn des von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkriegs. Tatsächlich überfiel an diesem Morgen die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung Polen. Hitler gab den Angriff als Verteidigungsaktion aus und verwies auf den angeblich polnischen Überfall auf den Sender Gleiwitz am Vorabend, den aber die SS inszeniert hatte. Das Orgelkonzert soll an diesen Tag und den Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 erinnern.

80 Jahre nach diesem schicksalshaften Tag gastiert nun ein polnischer Konzertorganist in der Kreisstadt. Der Förderverein „Musik in Olper Kirchen e. V.“ freut sich, dass er Dr. Michał Markuszewski für dieses Konzert gewinnen konnte. Der Organist ist 1980 in Warschau geboren, studierte von 1999 bis 2004 an der Warschauer Musikakademie-Frédéric-Chopin Orgel (Prof. J. Grubich) und Klavier (Prof. K. Gierżod). 2007 beendete er sein Orgelimprovisations-Studium an der Universität der Künste Berlin (Prof. W. Seifen) und erhielt 2008 das Konzertdiplom an der Hochschule für Musik in Würzburg (Prof. Ch. Bossert).

Er ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe: 2. Preis beim Wettbewerb polnischer Orgelmusik des 20. Jahrhunderts (Liegnitz 1998), 1. Preis beim internationalen Wettbewerb der Orgelmusik in Rumia (2000) und 3. Preis beim internationalen Wettbewerb in Zürich (2007). Im Jahre 2007 war er Stipendiat des Ministeriums für Kultur in Polen. Seit 2012 unterrichtet er Orgel und Orgelimprovisation an der Frédéric-Chopin-Musikuniversität in Warschau. Im Jahr 2018 wurde ihm vom Kulturministerium Polens die Medaille „Verdienste um die polnische Kultur“ verliehen.

Das Konzert umfasst Werke von Felix Borowski, Théodore Dubois, César Franck, August Freyer und Michał Markuszewski. Es sind Komponisten aus Dänemark, Deutschland, Frankreich und natürlich aus Polen.

Der Verein „Musik in Olper Kirchen e. V.“ möchte mit diesem Konzert 80 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen. Wir leben in unserem Heimatland seit 74 Jahren ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Wir können den Erfolg der europäischen Friedenspolitik nur dankbar anerkennen. Und wir können nur dankbar sein für eine europäische Kultur, die uns eint. Der gesellschaftliche Zusammenhalt, aber auch der Zusammenhalt zwischen den europäischen Völkern wird entscheidend mitgeprägt durch die gemeinsame Kultur, hier die geistliche Musik. Welch einen kulturellen Reichtum repräsentieren die europäischen Völker. Und ist es nicht ein ermutigendes Zeichen, wenn uns 80 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkrieges ein junger polnischer Konzert-Organist an der Musik-Kultur seines Landes teilhaben lässt?

Freuen Sie sich also auf ein niveauvolles Konzert in der St.-Marinus-Kirche. Der Eintritt ist frei. Nach dem Konzert wird jedoch um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten.

Gründung eines Dekanats-Jugendchores für das Dekanat Südsauerland

Stimmbildnerin und Gesangspädagogin Dagmar Seufert und ihr Mann DKM Dr. Jürgen Seufert beginnen nach den Sommerferien einen Jugendchor für den Pastoralverbund Olpe respektive für das Dekanat Südsauerland aufzubauen.

Hierfür gibt es zunächst einen Informations-Abend für alle interessierten Jugendlichen aus dem Pastoralverbund Olpe sowie aus dem gesamten Dekanat Südsauerland am Dienstag vor den Sommerferien, den 09.07.2019, von 18.00 Uhr – 19.30 Uhr im Großen Saal des Lorenz-Jäger-Hauses, Frankfurter Straße 24, in Olpe.

Der Start der Jugendchor-Proben-Arbeit ist am Dienstag, den 03.09.2019 von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr (19.30 Uhr) je nach Resonanz entweder im Kleinen oder im Großen Saal des Lorenz-Jäger-Hauses Olpe.

Auf zahlreiche interessierte Jugendliche, die spirituelles Engagement und Freude am Neuen Geistlichen Lied, an populärer Kirchenmusik, an geistlichen Jazz-Messen, an NGL-Messen, an geistlichen Musicals etc. mitbringen, freuen wir uns sehr.

Beginn der Dekanats-Jugendchor-Proben-Arbeit nach den Sommerferien in Olpe 

Dagmar und Jürgen Seufert

 

Kontakt: 

Dipl. Kirchenmusiker / Dipl. Musiklehrer

Komponist / Terlusolloge

Dr. phil. Jürgen Seufert

Dekanatskirchenmusiker (DKM) für das Dekanat Südsauerland

Dienstsitz an St. Martinus in Olpe

Hohe Straße 10

57462 Olpe

Privat-Mail: j.seufert@arcor.de

Dienst-Mail: juergen.seufert@pv-olpe.de

Telefon: 02761 / 5354895

Mobil: 0176 / 43226387

Websites:

www.juergenseufert.org

www.terlusollogie.de

 

Dagmar Seufert

Sängerin - Stimmbildnerin - Gesangspädagogin

Adresse: Ebdt.

Mail: info@dagmar-seufert.de

Telefon: 02761 / 5354895

Mobil: 0176 / 47675284

Website:

www.dagmar-seufert.de

 

Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Verein fördert wieder „Musik in Olper Kirchen“
Anträge auf finanzielle Unterstützung können gestellt werden

Konzertorganist Dr. Michał Markuszewski

In der letzten Mitgliederversammlung stand u. a. auch eine Ergänzungswahl zum Vorstand an, da das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden im letzten Jahr nicht besetzt werden konnte. Zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden wurde in diesem Jahr Dr. Jürgen Seufert gewählt. Er ist Dekanatsmusiker für die Region Südsauerland und hat seinen Dienstsitz an St. Martinus in Olpe. Erfreulicherweise ist der Vorstand nunmehr wieder vollständig.

Höhepunkt der Vereinsarbeit 2018 war sicherlich das Orgelkonzert am 22. April. Es fand in Kooperation mit der Kulturabteilung der Kreisstadt Olpe statt. Helga Schauerte-Maubouet aus Paris konzertierte in der St.-Martinus-Kirche in Olpe „In Memoriam im 1. Weltkrieg gefallener französischer Komponisten“.

Der Verein „Musik in Olper Kirchen“ möchte auch 2019 ein Orgelkonzert in der St.-Martinus-Kirche anbieten. Am 1. September 1939 begann mit dem inszenierten Überfall angeblicher polnischer Soldaten der 2. Weltkrieg. Der Vorstand hat deshalb den polnischen Konzertorganisten Dr. Michał Markuszewski zu einem Konzert eingeladen. Dieses Konzert soll am 1. September 2019 stattfinden, an dem Tag also, an dem vor 80 Jahren der 2. Weltkrieg begann. Es soll neben dem Hörgenuss auch ein Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung in unruhigen Zeiten sein. Seit 2012 unterrichtet Dr. Michał Markuszewski Orgel, Orgelimprovisation und liturgisches Orgelspiel an der Frédéric-Chopin-Musikuniversität in Warschau.

Zweck des Vereins, das machte der Vorsitzende Klaus-Günther Schmidt wiederum deutlich, ist die Förderung der Kunst und Kultur. „Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Förderung der geistlichen Chor- und Instrumentalmusik in Konzert und Liturgie in den Kirchen in Olpe.“, stellte der Vorsitzende heraus. So wurden auch im letzten Jahr mehrere Anträge auf finanzielle Unterstützung für 2018 gestellt, beispielsweise für den Druck eines Programmheftes, die Anschaffung von Notenmaterial und die Übernahme der Kosten für eine Solistin. Alle Anträge wurden positiv beschieden.

Anträge auf finanzielle Unterstützung sollten möglichst bald gestellt werden, spätestens aber bis zum 30. November dieses Jahres für das Kalenderjahr 2019. Sie sind schriftlich mit einer kurzen Begründung an den Vorstand zu richten. Gefördert werden können: Noten, Programmhefte, Werbeplakate, das Engagieren von Solisten etc. Jeder Chor, jedes Ensemble, jeder Musikkreis kann pro Jahr nur einmal unterstützt werden. Zurzeit wird das einzelne Vorhaben mit höchstens 250,00 Euro unterstützt.

Der Verein „Musik in Olper Kirchen e. V.“ sucht noch aktive Mitstreiter sowie Förderer, die durch ihre Mitgliedschaft die Arbeit unterstützen, damit auch in Zukunft ein abwechslungsreiches Programm in den Olper Kirchen angeboten werden kann. Weitere Informationen sowie Konzerthinweise kann man auch der Homepage "www.musik-in-olper-kirchen.de" entnehmen. Ansprechpartner sind Vorsitzender Klaus-Günther Schmidt, Tel. 02722-51046, Windhauser Str. 61c, 57439 Attendorn oder Schriftführer Theodor Radhöfer, Tel. 02761-2998, Emil-von-Behring-Weg 12, 57462 Olpe.

 

 

Unsere Kontoverbindungen:

Musik in Olper Kirchen e. V.

Sparkasse Olpe-Wenden-Drolshagen

IBAN: DE05 4625 0049 0000 1620 81

BIC WELADED1OPE

und

Musik in Olper Kirchen e. V.

Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen

IBAN: DE74 4626 1822 0095 6192 00

BIC GENODEM1WDD

Online-Portal für Kirchenmusik

Sie dient nicht nur der Verkündigung, sondern ist auch Teil der Kultur: die Kirchenmusik. Das Deutsche Musikinformationszentrum möchte ihrer Bedeutung mit einem eigenen Internetportal Rechnung tragen.

Das MIZ ist eine Einrichtung des Musikrats. Über die Kirchenmusik in der evangelischen und katholischen Kirche hinaus werde auch die Musik in anderen Glaubensgemeinschaften in den Blick genommen.

"Kirchenmusik ist nicht nur Teil der kirchlichen Verkündigung, sie prägt darüber hinaus unsere Bildungs- und Kulturlandschaft", sagte der Präsident des Deutschen Musikrats, Martin Maria Krüger. Mit dem Angebot verfolge das MIZ das Ziel, die Musik und die Musikpraxis der großen in Deutschland vertretenen Religionen in ihrer gesamten Bandbreite abzubilden und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu unterstreichen. Fachbeiträge sollen einzelne Themengebiete beschreiben, aktuelle statistische Daten eine umfassende Bestandsaufnahme ermöglichen. 

 

 

 

Zum Online-Portal geht es hier: Online-Portal für Kirchenmusik

Auch Posaunenchöre gehören zum Immaterielles Kulturerbe

 

Weitere Informationen finden Sie hier: Deutsche UNESCO-Kommission

Ein Posaunenchor ist ein mehrstimmiges Laien-Blechbläserensemble, in dem alle Instrumente der Blechbläserfamilie zu finden sein können. Posaunenchöre unterscheiden sich von anderen Blechbläserensembles durch ihre variable Besetzung und ihren Schwerpunkt in der Pflege geistlichen Liedguts. Sie sind Markenzeichen der evangelischen Kirche, eine konfessionsübergreifende Mitwirkung ist jedoch möglich.

 

 

Logo: Evangelischer Posaunendienst in Deutschland e.V.

Himmlische Musik muss bezahlbar bleiben

Verein „Musik in Olper Kirchen“ wirbt mit Faltblatt um Mitglieder

 

Olpe. Mit einem neuen Folder macht der Verein „Musik in Olper Kirchen“ auf sich und seine Arbeit aufmerksam. Das Faltblatt wird ab Anfang März in allen Kirchen im Stadtgebiet ausgelegt und soll helfen, weitere Mitglieder zu gewinnen. mehr

Musik im Kontext von Migration und Integration

„Musica Sacra International“ als bundesweites Vorreiterprojekt für kulturelle und religiöse Vielfalt in der Amateurmusik – Gelebte Integration durch gemeinsames Musizieren mehr

Der deutschen Amateurchorlandschaft mit ihren ca. 60.000 Ensembles und über zwei Millionen Sängerinnen und Sängern wurde eine besondere Ehrung zuteil: Im Rahmen der entsprechenden UNESCO-Konvention wurde die „Chormusik in deutschen Amateurchören“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. mehr