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Konzertmitschnitte (Videos)

Eine der schönsten Kantaten Johann Sebastian Bachs stand im Mittelpunkt des Konzertes am Sonntag, 31. Oktober 2010, um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt zu Olpe.

„Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ (BWV 131) ist wahrscheinlich Bachs erste Kirchenkantate überhaupt. Er schrieb sie noch während seiner kurzen Mühlhausener Organistenzeit, 1707-1708, für einen Bußgottesdienst, vielleicht im Zusammenhang mit einer Feuersbrunst, die kurz vor Bachs Amtsantritt große Teile der Innenstadt vernichtet und zahlreiche Familien obdachlos gemacht hatte.

Die animierte Diashow zeigt einige der heutigen Katastrophen: Überschwemmungen, Stürme. Thematisiert wird aber auch persönliches Leid: körperliche Handicaps, Einsamkeit.

Konzert in der Pfarrkirche St. Martinus

 

In der St. Martinus-Kirche in Olpe trat im Rahmen der Reihe „Abiszet” die „Camerata Instrumentale Siegen” zusammen mit dem Kammerchor Olpe unter dem Gesamtdirigat von Dietmar Schneider auf.

Auf dem Programm standen kirchenmusikalische Werke der bedeutenden Komponisten Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn sowie des heute gemeinhin weniger geläufigen Italieners Francesco Durante. Als Solisten wirkten mit: Sandra Diehl (Sopran), Dagmar Linde (Alt), Wolfgang Klose (Tenor), Sebastian Klein (Bass) und Dieter Moers an der Orgel. 

Das hohe künstlerische Niveau der Akteure sowie das gut ausgewählte Programm sorgten für ein volles Gotteshaus trotz traumhaftem Frühlingswetter. 

Der dritte Teil des Konzerts gehörte dem österreichischen Komponisten Joseph Haydn, der den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn im Dienst des Fürsten Eszterházy verbrachte. 1796 schrieb Haydn die „Missa in Tempore Belli” (Messe in Zeiten des Krieges), als zweite von sechs lateinischen Messvertonungen im Auftrag von Fürst Eszterházy zum Namenstag für dessen Ehefrau. Im deutschen Sprachraum ist das Werk wegen der markanten Paukenschläge im Agnus Dei eher bekannt als „Paukenmesse” und zählt zu Haydns kompositorischen Spitzenleistungen. Die Messe wurde am 26. Dezember 1796 in der Piaristenkirche Maria Treu in Wien uraufgeführt. Haydn selbst wählte den lateinischen Namen „Missa in Tempore Belli” aus, der an die Bedrohung Wiens durch Napoleon erinnern soll. Immer wiederkehrende Klangsymbole - Trompetenfanfaren, Paukeneinsätze und Unisoni des Chores - machen die Anspielungen auf den Krieg hörbar. Die Musiker stellten sich der großen Herausforderung des Werkes mit scheinbarer Leichtigkeit und bewiesen ein großartiges Gespür für die eindrucksvolle Klanggewalt. Die Instrumentalisten begeisterten mit klar konturierten Linien, die Sängerinnen und Sänger mit ihren stets präsenten, dem Wort dienenden Stimmen und brachten die zahlreichen Besucher in den Genuss eines insgesamt großartigen Kirchenkonzerts. 

Westfalenpost vom 21. April 2010  

"Im deutschen Sprachraum ist das Werk wegen der markanten Paukenschläge im „Agnus Dei“ eher bekannt als „Paukenmesse” und zählt zu Haydns kompositorischen Spitzenleistungen", heißt es in der Westfalenpost vom 21. April 2010. Und weiter: "Haydn selbst wählte den lateinischen Namen „Missa in Tempore Belli” aus, der an die Bedrohung Wiens durch Napoleon erinnern soll. Immer wiederkehrende Klangsymbole - Trompetenfanfaren, Paukeneinsätze und Unisoni des Chores - machen die Anspielungen auf den Krieg hörbar."