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Himmlische Musik muss bezahlbar bleiben

Verein „Musik in Olper Kirchen“ wirbt mit Faltblatt um Mitglieder

 

Olpe. Mit einem neuen Folder macht der Verein „Musik in Olper Kirchen“ auf sich und seine Arbeit aufmerksam. Das Faltblatt wird ab Anfang März in allen Kirchen im Stadtgebiet ausgelegt und soll helfen, weitere Mitglieder zu gewinnen.

 

Der vor neun Monaten gegründete Verein will die geistliche Musik in den Gotteshäusern fördern – und zwar durch finanzielle und organisatorische Unterstützung. Denn besonders bei den Finanzen drückt oft der Schuh. Die Kosten für anspruchsvolle Kirchenkonzerte sind meist so hoch, dass sie durch Eintrittsgelder oder Türkollekten nicht gedeckt werden können. Die Erhöhung der Eintrittspreise könne aber nicht der richtige Weg sein, findet der Förderverein. Er will, dass die Konzertkarten bezahlbar bleiben. „Niemand soll aus Geldmangel auf Bachs, Mozarts oder Haydns himmlische Musik verzichten müssen“, betonen der 1. Vorsitzende Wilfried Flachmeier und Schriftführer Theodor Radhöfer.

Doch die finanzielle Unterstützung der ausrichtenden Kirchengemeinden, Orchester

oder Chöre ist nur ein Teil der Vereinsarbeit. „Musik in Olper Kirchen“ will die Organisatoren auch bei der Vorbereitung unterstützen. Das reicht von der Beratung bei der Planung über die Bündelung personeller Ressourcen bis hin zu Terminabsprachen und der Werbung für Konzerte. Unterstützt werden jedoch keine kommerziellen Veranstaltungen, denn der Verein ist gemeinnützig und arbeitet ehrenamtlich.

Vorgesehen sind auch eigene musikalische Veranstaltungen, die der Förderverein organisiert – allerdings nur in einem gewissen Rahmen. „Wir haben nicht vor, eigene Veranstaltungen dort auszurichten, wo schon regelmäßig zahlreiche Konzerte angeboten werden. Uns geht es eher um die „weißen Flecken“ auf der Konzert-Landkarte in Olpe“, sagt Dekanatskantor Dieter Moers. Besonders am Herzen liegt dem Vereinsvorstand die Unterstützung der Dorfgemeinschaften, damit sie kulturell nicht verarmen und dadurch an Lebensqualität verlieren. Kultur sei nicht nur ein Stück Lebensqualität, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für die Olper Dörfer.

Ein weiterer Bereich für eigene Veranstaltungen sollen Konzerte an Feier- und Gedenktagen wie dem Volkstrauertag sein. Am Herzen liegt dem Förderverein auch Musik im Kontext von Migration und Integration. Er möchte die kulturellen Wurzeln von Asylbewerbern einbeziehen. Theodor Radhöfer nennt ein Beispiel: „Es gibt afrikanische Interpreten, die alte Weisheiten musikalisch vermitteln, die gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit wichtig sind.“

Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich bei den Vorstandsmitgliedern melden oder sich über den Internet-Auftritt www.musik-in-olper-kirchen.de mit dem Förderverein in Verbindung setzen.